Zum kommenden Wintersemester 2003 wird an der EUROPEAN BUSINESS SCHOOL (ebs) in Oestrich/Winkel ein neues Promotionsstudium eingeführt. Dieses für die deutsche Hochschullandschaft innovative Konzept zielt auf eine noch bessere lehrstuhlübergreifende Förderung der Doktoranden, die die Betreuung durch einen einzelnen Lehrstuhlinhaber ergänzt.
Das Programm beinhaltet im ersten Jahr die verpflichtende Teilnahme an Kursen im Umfang von sechs Semesterwochenstunden, die regelmäßige Verteidigung des Vorhabens vor den Gutachtern und die Präsentation der Forschungsergebnisse auf internationalen Konferenzen. Ergänzt wird das Programm durch regelmäßige stattfindende interne Kolloquien und eine Auftaktveranstaltung zu Semesterbeginn, die dem Kennen lernen und Networking unter den Doktoranden dienen soll.
Intensive Wissensvermittlung durch individuelles
Kursprogramm
Durch das englischsprachige Kursprogramm im Rahmen des Promotionsstudiums der
ebs werden im ersten Jahr des Promotionsstudiums wissenschaftstheoretische und
methodische Kenntnisse vermittelt, die die Doktoranden in ihrem
Promotionsvorhaben unterstützen sollen. Zu Beginn des Promotionsstudiums sind
die Pflichtkurse "Wissenschaftstheorie" und "Empirische
Forschungsmethoden" zu absolvieren. Darauf aufbauend können die Teilnehmer
in den Folgesemestern aus einem breiten Kursangebot die individuellen
Vertiefungskurse wählen, die für ihr spezifisches Forschungsvorhaben die beste
Unterstützung liefern. Denkbar sind hier z.B. Vertiefungskurse zum optimalen
Design von Fragebögen, zu Methoden wie Cluster- und Kausalanalyse oder
Seminare, die aktuelle wissenschaftliche Diskussionen kritisch reflektieren.
Regelmäßige Verteidigung des
Forschungsvorhabens
Um auch den Zweitgutachter der Arbeit frühzeitig und intensiv in die Betreuung
der Arbeit einzubinden, finden alle zwölf Monate sog. "Proposal
Defenses" mit dem Kandidaten und seinen Gutachtern statt. In einer solchen
Verteidigung wird der Doktorand aufgefordert, sein Forschungsvorhaben und den
aktuellen Stand der Realisierung vorzustellen und mit den Gutachtern zu
diskutieren. Diese geben dem Kandidaten Anregungen und gegebenenfalls Auflagen
mit auf den Weg und ermuntern ihn - im positiven Fall - auf dem eingeschlagenen
Weg weiterzugehen. Wenn nicht, erfolgt eine zeitnahe Wiederholung der Proposal
Defense.
Aktive Teilnahme an internationalen Konferenzen
Im Laufe seiner Promotionszeit ist jeder Kandidat verpflichtet, seine
Forschungsergebnisse auf mindestens einer internationalen Konferenz oder dem
lehrstuhlübergreifenden Forschungskolloquium der ebs zu präsentieren. Der
Erwerb dieses "Präsentationsscheins" dient der Einbindung des
Doktoranden in die internationale Diskussion und ermöglicht es ihm so, eigene
wissenschaftliche Kontakte zu knüpfen und Feedback zu seiner Arbeit von Dritten
einzuholen.
Diese drei Bausteine, Bestehen des Kursprogramms, Präsentationsschein und jährliche "Proposal Defenses", sind von zentraler Bedeutung für das Promotionsstudium. Sie bilden die Zulassungsvoraussetzung zum formalen Promotionsverfahren, welches die Einreichung der Dissertation sowie die abschließende Disputation beinhaltet. Die angestrebte Promotionsdauer beträgt auch im neuen Modell der ebs zwei bis drei Jahre.
idw, 30.06.2003