Die Nations HealthCareer School of Management (NHCS), eine Einrichtung der Fresenius Hochschulstiftung für Gesundheitsmanagement, und die Hochschule für Bankwirtschaft (HfB) haben heute einen Vertrag zum Aufbau eines wissenschaftlichen Kompetenzzentrums für internationales Krankenhausmanagement unterzeichnet. Ab dem 17. Oktober 2003 wird die private HfB in Frankfurt am Main den englischsprachigen Studiengang "MBA in International Hospital Management" in Kooperation mit der NHCS anbieten und durchführen. Gleichzeitig unterstützt die NHCS den Aufbau eines neuen Lehrstuhls sowie des Instituts für das internationale Krankenhausmanagement an der HfB.
Der 18-monatige, berufsbegleitende MBA-Studiengang besteht aus Präsenzmodulen und E-Learning-Phasen. Zielgruppe sind Fach- und Führungskräfte weltweit, Mediziner, Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaftler sowie Juristen, die ihr Management-Know-how zur Betriebsführung von privaten Gesundheitseinrichtungen weltweit ausbauen möchten.
International anerkannte Professoren und Dozenten, unter anderem auch vom Centrum für Krankenhausmanagement (CKM) in Münster unter Leitung von Professor Dr. Dr. Wilfried von Eiff unterrichten die international zusammengesetzten Studiengruppen. Um qualifizierte Einblicke in die Gesundheitssysteme und Managementpraktiken weltweit zu geben und interna-tionalen Austausch zu fördern, finden die jeweils neuntägigen Präsenzmodule an wechselnden internationalen Standorten statt, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Finn-land, die USA, Japan, Deutschland, die Niederlande, Großbritannien und Österreich.
Beide Partner bringen ihre Kernkompetenzen ein: die Nations HealthCareer School ihr Know-how im Gesundheitswesen sowie ihre Erfahrung als Träger internationaler Qualifikationsprogramme, die HfB ihre Erfahrungen in der akademischen Managementausbildung. Erfolgreichen Teilnehmern verleiht sie den Abschluss "Master of Business Administration".
Lehrstuhl und "Institute for International Health Management"
An der HfB wird zur erfolgreichen Implementierung des MBA-Studienganges sowie zur internationalen Forschung und Lehre das "Institute for International Health Management" angesiedelt. Es stellt eine gemeinsame und paritätisch ausgestaltete Einrichtung zwischen NHCS und HfB dar. Zu seiner Ausstattung gehören eine Professur für das internationale Krankenhaus- bzw. Gesundheitsmanagement sowie ein wissenschaftlicher Mitarbeiter. Der Lehrstuhl, der erste dieser Art mit einer strikt internationalen Orientierung, soll durch einen international anerkannten englischsprachigen Wissenschaftler bis Ende des Jahres besetzt werden. Der Lehrstuhlinhaber wird den MBA-Studiengang akademisch leiten und mit gestalten. Dem Institut angeschlossen wird eine neue Fachbibliothek für das internationale Krankenhaus-management.
Mit dem an der HfB angesiedelten Institut entsteht ein einmaliges Kompetenzzentrum auf dem Gebiet des internationalen Managements von Gesundheitseinrichtungen, das Forschung, Lehre und Praxis im Rahmen eines transnationalen Forschungsansatzes voranbringen soll.
Peter Oberreuter, Geschäftsführer der Nations HealthCareer School: "Deregulierung und Globalisierung im Gesundheitswesen erfordern die strikt unternehmerische Führung von Gesundheitseinrichtungen. Die HfB hat ein hervorragendes, weltweites akademisches Partnernetzwerk und bildet seit gut zehn Jahren erfolgreich Manager aus. Wir sind sicher, dass wir mit der Expertise und Professionalität der HfB, des neuen Lehrstuhls für interna-tionales Gesundheitsmanagement und der Kooperation mit dem Centrum für Krankenhaus-management (CKM) eine einmalige Win-Win-Situation für Studenten, Forschung und Praxis schaffen. Die neue Professur soll durch eine renommierte internationale Persönlichkeit bis Ende des Jahres besetzt werden - das ist dann der erste wirklich international orientierte Lehrstuhl dieser Art im Bereich des Krankenhaus-Managements."
Professor Dr. Thomas Heimer, Geschäftsführender Dekan der HfB, ergänzt: "Kostenexplosion, Deregulierung und wachsender internationaler Wettbewerb kennzeichnen den Veränderungsdruck im Gesundheitswesen. Nationales Fachwissen allein reicht nicht aus, um Innovationen voranzutreiben und im Wettbewerb zu bestehen. Ausgewiesene Managementkompetenz sowie internationale Vernetzung sind das Gebot der Stunde. Im MBA bilden wir bisher national denkende Healthcare Professionals zu unternehmerisch handelnden, am globalen Markt orientierten Managern aus. Sie können den Wandel innovativ vorantreiben und gestalten."
Mehr Informationen und Bildmaterial im Internet unter www.hfb.de und unter www.nations-healthcareer.com.
idw, 17.06.2003